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Hashimoto: ich will mein Leben zurück!

Feldenkraisübungen können zwar die Rückenschmerzen etwas lindern und insgesamt für ein besseres Körpergefühl sorgen, sie können aber das Grundlegende Schilddrüsenerkrankung nicht lösen. Hier erzähle ich meine Geschichte: Wie ich ohne Schul- oder Alternativmedizinische Unterstützung selber das Schweineschilddrüsenextrakt gefunden habe, und wie ich dadurch mein Leben zurück bekommen habe.

Ich habe schon mit 30 die Schilddrüsenerkrankung Hashimoto bekommen, bei der mein Körper das eigene Schilddrüsengewebe langsam zerstört, bis die Drüse wie ein vertrocknete Traube aussieht und kein lebenswichtiges Hormon mehr herstellen kann. Die Schulmedizin verschreibt seit 1970 das synthetische Hormon Levothyroxin (L-Thyroxin), dass ich täglich und  für den Rest meines Leben einnehmen muss.

Hashimoto Symptome

Als Hashimotopatientin bekomme ich eine Vielzahl mehr oder wenige klar definierbare Symptome: Gehirnnebel, Verdauungsstörungen, Schlafstörungen, Erschöpfungsschübe, verschwommene Sicht, Betrübtheit bis hin zur depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und plötzlich auftretende Muskelverspannungen und Schmerzen.

Meist werden diese Symptome von ärzliche Seite ignoriert oder auf andere Ursachen verschoben. Nicht zur Ärtze sondern auch Leute in meinem Umkreis haben wenig Verständnis gezeigt: “Reiß dich am Riemen”, “Das kann doch nicht so schlimm sein”, “Du musst einfach positiver werden” oder “Einfach bissl Sport machen” und “Geh doch in die Sonne”. Das schlimmste kam von meine damals vertraute Homöopathin: “Du hast von Natur aus einen eher negativen Karakter, da kann ich dir nicht so gut helfen”.

Unerklärliche Rückenschmerzen

Nach etwa 15 Jahren Hashimoto traten plötzlich auch noch unerklärlich starke Nacken- und Rückenschmerzen auf, die meist 3-7 Tage angehalten haben. Obwohl ich als Feldenkraislehrerin sehr wohl in der Lage bin, mich selbst durch die sanften Feldenkraisübungen zu helfen, konnte ich hier, trotz 3 Stunden “kreiseln” pro Tag, nur etwa 10-15% dieser Schmerzen “wegzaubern”. Auch Schmerzmittel, von Diclofenac bis zu 800 mg Ibuprofen, haben wenig bis nichts getan.

Feldenkrais Fridhill | Rücken-Nackenschmerzen

Andere Symptome kamen auch dazu: ich hatte plötzlich große Flecken im Sichtfeld und ein Gefühl, als wäre die Hornhaut verschmiert. Ich konnte nicht mehr, wie gewohnt, joggen, ohne nachher erschöpft auf dem Sofa zu crashen mit dem Gefühl, 120 Kilo schwer zu sein (ich wiege 62). Ich müsste mich manchmal Mitten im Aufräumen der Spülmaschine, hinlegen und ausruhen. Vermehrt traten auch Migräne-Anfälle auf, was für mich völlig neu war: starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche und Lichtempfindlichkeit.

Eine Reihe von Hashimoto Selbsthilfebücher und Selbsthilfegruppen in den Sozialen Medien haben mich geraten, meine Ernährung umzustellen – das habe ich auch gemacht, dreimal sogar: Kein Zucker, kein Gluten, kein Soja, keine Tomaten, kein Schweinefleisch, kein Lachs, keine Erdnüssen….die Liste ist unendlich. Und nichts wurde eigentlich bei mir nachhaltig besser.

Feldenkrais Fridhill | Migräne

Natürlich habe auch ich eine endlose “Ärzte-Reise” durchgemacht, wie alle andere Hashimoto-Patient*innen auch. Wenn die Schulmedizin uns ignoriert greifen wir zu Alternativmedizin: Homöopathie, Akupunktur, diverse Alternativmedikamente sowie dutzende Nahrungsergänzungsmittel. Alles kostet Geld und nichts davon hat mich wirklich geholfen. Im Rückblick hat es mich eher aufgehalten, zum Ziel zu kommen: Ein funktionierendes Leben.

Ein Jahr die Krankheit selber erforscht

“Denk nicht so viel darüber nach” wurde mir gesagt. “Man kann sich auch krank denken” hörte ich von meine eigene Familie, als ich einen Stapel Schilddrüsen-Literatur mit ins schwedisches Ferienhaus genommen hatte. Ich las und las stur weiter und habe dabei wenig verstanden bis ich, nach etwa ein halbes Jahr, genügend Medizinvokabular zusammen hatte, um mir endlich ein Zusammenhang bilden zu können. Es gibt viele Bücher zum Thema. Die meisten befassen sich mit alternative Methoden, teilweise auch esoterischen Ansätzen und kommen leider, meiner Ansicht nach, nie auf den medizinischen Kern und bieten damit auch keine Lösung.

Das Buch was mich endgültig die geholfen hat gibt es nur im Englischen: Tired Thyroid: From Hyper to Hypo to Healing-breaking the TSH Rule, geschrieben von einer Frau, die genau dasselbe erforschen müsste wie ich, nur, sie hat es recht ordentlich gemacht, mit hunderte medizinische Publikationen in den Fußnoten und, sie hat alles in einen Buch zusammen gefasst.

Zu der Zeit, als ich dieses Buch gefunden habe, hatte ich schon das richtige Medikament für mich gefunden:

Schweineschilddrüsenhormon aus gefriergetrocknete Schweineschilddrüsen von “glücklichen Schweine”.

Weil es wenig bis kaum ärztliche Hilfe für dieses Medikament gibt, muss der Patient leider oft auf eigenen Faust oder mit der Hilfe andere Patient*innen in den Sozialen Medien selber auf die richtige Dosis kommen. Durch irreführende Empfehlungen in Faceboook Selbsthilfegruppen habe ich zunächst zu viel davon genommen (das 3-fache der Tagesbedarfs!) und bekam dabei Herzrasen, innere Unruhe und Schlafstörungen.

Vor 1970 war Schweineschilddrüsenhormon das einzige Medikament, was gegen Hashimoto verschrieben wurde. Dann hat die Pharmaindustrie einer der vielen Hormonbestandteile der Schilddrüse isoliert – das freie T4 (L-Thyroxin) – was ein inaktives Hormon ist, dass dann ein gesunden Körper selber in der aktiven Form freies T3 umwandeln, konvertieren kann. Der aktive Form aber, das fT3, ist das, was mir all die Jahre, und besonders die letzten fünf Jahre, gefehlt hat. Mein Körper war einfach nicht mehr in der Lage, das inaktive Hormon (fT4) ausreichend ins aktive (fT3) umzuwandeln. Es fehlte mir ständig und hat zu all die oben genannten Symptome geführt.

Feldenkrais Fridhill | Hashimoto Schilddrüse

Hier fasse ich zusammen, was ich aus all den Büchern und medizinische Artikeln verstanden habe. Das wichtigste davon vorab: Hashimoto-Patienten*innen fehlen grundsätzlich etwa 1/3 des täglichen Bedarfs an aktives Schilddrüsenhormon!

  • Eine gesunde Schilddrüse produziert etwa 100 mikrogramm inaktives Hormon pro Tag (fT4).
  • Das inaktive Hormon (fT4) wird dann vom dem Leber, die Nieren und den Darm ins aktive Hormon umwandelt (fT3).
  • Der Körper benötigt etwa 30 Mikrogramm aktives Schilddrüsenhomron (fT3) pro Tag, um gut zu funktionieren.
  • Die Leber, Nieren und Darm schaffen es aber nur 20 Mikrogramm am Tag zu umwandeln. Es fehlen also 10 Mikrogramm fT3.
  • Eine gesunde Schilddrüse stellt zusätzlich auch 10 Mikrogramm aktives Hormon fT3 pro Tag her. Die fehlenden 10 Mikrogramm werden also bei gesunden Menschen direkt im Schilddrüsengewebe hergestellt.
  • Eine Person mit eine zerstörte Schilddrüse, wie es bei Hashimoto nach 15 Jahren der Fall ist, fehlen also täglich 1/3 des Tagesbedarfs an aktives Schilddrüsenhormon, denn verschrieben wird ja nur das inaktive Hormon fT4 (L-Thyroxin).
  • Die Schulmedizin geht aber seit 50 Jahren davon aus, dass die Hormonwmwandlung im Leber, Nieren und Darm für uns “Hashis” ausreichend ist. Dies ist nicht der Fall und hierzu gibt es schon zahlreiche Studien. Es dauert aber im Durchschnitt 19 Jahre bevor neues Wissen in den Dorfpraxen angekommen ist.

Die Ursache der Erschöpfung (Fatigue)

Wie kommt es dann zur Erschöpfung oder sog. “Fatigue”? Freies T3, oder Trijodthyronin, ist für unser Stoffwechsel lebenswichtig. Es hält uns warm, sorgen für optimale Organfunktione und stabilisiert so viele Funktionen im Körper: Elektrolyt-Balance, Herzrhythmus, Gerhinfunktion, Verdauung und vieles mehr. Wenn es fehlt, kommt es zu lange Kettenreaktionen im Körper, die auf vielen Umwegen zu den üblichen Symptomen führen.

Ein solchen Kettenreaktion entsteht z.B., wenn die Nebennieren versuchen, den fT3-Mangel mit Cortisol zu ersetzen. Cortisol ist nicht nur das Stresshormon, sondern auch dass, was uns morgens aufwachen lässt, was uns fit und konzentriert macht und uns aktiv hält. Nachdem die Nebennieren längerer Zeit dem fT3-Mangel kompensiert haben, werden sie erschöpft, denn sie sind eigentlich für kürzere Cortisol-Ausschüttungen geschaffen. Es kommt zu eine Nebenniereninsuffizienz, die also eigentlich eine Folge der fT3-Mangel ist.

Nebennierenschwäche fühlt sich an, als wäre man doppelt so schwer, als hätte mein kein Riemen, an der man sich reissen könnte, als könnte man 24 Stunden am Tag schlafen und trotzdem müde aufwachen, als ob man unter eine Käsehaube leben würde und an der Welt nicht so richtig teilnehmen würde…als müsste man sich vom Spülmaschine ausräumen Pausen nehmen. Das ist kein Leben.

Ein Besuch beim Endokrinologen bringt nicht viel, denn der Schulmedizin bestreitet eine kausale Verbindung zwischen der Schilddrüse und die Nebennieren, sondern behaupten, alle drei Hormonachsen: Schilddrüse, Nebennieren und Geschlechtshormone würden vollkommen getrennt operieren. Dennoch gibt es in medizinische Studien Hinweise auf gegenseitige Einflüsse.

Wie ich mein Leben zurück bekommen habe

Nachdem ich ein halbes Jahr erfolglos nach einen Arzt gesucht habe, der mir Schweineschilddrüsenhormon verschreiben würde (es ist Verschreibungspflichtig), hatte ich den den Einfall, den Satz “Schweineschilddrüsenhormon von glücklichen Schweinen” bei Google einzutippen, und habe dabei über Umwegen eine britische Firma gefunden, die Schweineschilddrüsenextrakt von angeblich glücklichen Schweinen herstellen. Die Firma heißt THE NATURAL CHOICE und verkauft das Extrakt als Nahrungsergänzungsmittel und eben NICHT als verschreibungspflichtiges Medikament.

Schweine sind aber anders als Menschen: wenn deren Schilddrüsen 100 Mikrogramm inaktives Hormon fT4 produzieren, werden gleichzeitig 25 Mikrogramm aktives Hormon fT3 produziert, also für jedes 100 Mikrogramm werden 25 Mikrogramm fT3 in einer Verhältnis von 4:1  (100:25 = 4:1).

Unsere menschlische Schilddrüse produziert aber für jedes 100 Mikrogramm  fT4 nur 10 Mikrogramm fT3, also 10:1 (100:10).

Hier muss der Mensch also bei der Einnahme einen Ausgleich finden. Wer ausschließlich Schweineschilddrüsenextrakt einnimmt, bekommt mit der Zeit zuviel fT3 und zu wenig fT4, was u.a. für die Gehirnfunktion wichtig ist. Folgen: Osteoporose, Herzstörungen, Schlafstörungen, Metabolische Störungen etc.

Das Verhältnis zwischen inaktives T4 und aktives T3 sollte also bei Menschen um die 100 mcg T4 und 10 mcg T3 liegen.

Schweine sind aber anders als Menschen: wenn deren Schilddrüsen 100 Mikrogramm inaktives Hormon fT4 produzieren, werden gleichzeitig 25 Mikrogramm aktives Hormon fT3 produziert, also für jedes 100 Mikrogramm werden 25 Mikrogramm fT3 in einer Verhältnis von 4:1  (100:25 = 4:1).

Unsere menschlische Schilddrüse produziert aber für jedes 100 Mikrogramm  fT4 nur 10 Mikrogramm fT3, also 10:1 (100:10).

Hier muss der Mensch also bei der Einnahme einen Ausgleich finden. Wer ausschließlich Schweineschilddrüsenextrakt einnimmt, bekommt mit der Zeit zuviel fT3 und zu wenig fT4, was u.a. für die Gehirnfunktion wichtig ist. Folgen: Osteoporose, Herzstörungen, Schlafstörungen, Metabolische Störungen etc.

Das Verhältnis zwischen inaktives T4 und aktives T3 sollte also bei Menschen um die 100 mcg T4 und 10 mcg T3 liegen.

Für die Richtigkeit diese Informationen kann ich keine Hafutung übernehmen. Es handelt sich hier um meine persönliche Erfahrung, NICHT medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenen Gefahr. Jeder sollte sich selbst informieren.