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Pia Fridhill

Pia Fridhill | Feldenkrais Fridhill - Feldenkraislehrerin & Musikerin

Feldenkraislehrerin & Musikerin

Mosche Feldenkrais und ich

Ich bin Pia Fridhill, Schwedin, ausgebildete Ingenieurin, Berufsmusikerin und Feldenkraislehrerin. Seit 20 Jahren wohne ich in Deutschland. Mein Feldenkrais-Unterricht ist fokussiert auf nachhaltiges, senso-motorisches Lernen auf neuro-wissenschaftlicher Basis. In meiner Jugend habe ich Jiu-Jitsu trainiert. Mosche Feldenkrais war Ingenieur, Physiker und Judomeister. Wir haben den wissenschaftlichen Ansatz und die motorisch anspruchsvolle Körperbenutzung gemeinsam. Allerdings hat, soweit ich weiß, Mosche Feldenkrais wahrscheinlich weniger Songs geschrieben als ich 😉

Mein Ansatz

Mein Ansatz im Feldenkraisunterricht ist hauptsächlich neuro-wissenschaftlich orientiert, bio-mechanisch, anatomisch, senso-motorisch und auf langfristiges, nachhaltiges Lernen fokussiert. Ich bin der Überzeugung, dass Mosche Feldenkrais seine Methode auch nach diesen Denkansätzen entwickelt hat, denn er war ja schließlich auch Ingenieur und Wissenschaftler.

Als Musikerin und Songwriterin halte ich mich an die vorgegebene Akkordstruktur der Songs, die ich schreibe und spielen möchte. Als Feldenkraislehrerin halte ich mich an die prinzipielle Struktur der Feldenkraismethode und, genau wie ein Jazzmusiker, improvisiere innerhalb der vorgegebenen Struktur bzw. entwickele meine eigenen Unterrichtstunden, in etwa so, wie eine Songwriterin ihre Songs schreibt. Es gibt zwar etwa 550 Abschriften von Feldenkrais‘ eigenen Unterrichtsstunden, die man lesen und/oder auswendig lernen könnte, die aber für mich hauptsächlich als Inspiration und Guideline gelten. Zusammengefasst lässt sich dies mit dem Unterschied zwischen Klassik und Jazz vergleichen: In der Klassik folge ich genau der Partitur, im Jazz improvisiere ich über eine Komposition.

Mein Weg zur Feldenkraislehrerin

Mein eigener Weg zum Feldenkrais begann eigentlich mit einem Unfall: Als ich 10 Jahre alt war, habe ich bei einem Reitunfall meinen linken Oberschenkel gebrochen. Damals hat man bei Kindern die Bruchstellen einfach neben einander gelegt, überlappend, mit der Erklärung: „Erst wächst es zusammen, und dann wächst es sich aus“. Das war nicht so: Mein linkes Bein war jetzt kürzer als das rechte, was wiederum zu einer Skoliose führte.

Ein anderer, wichtiger Faktor spielte mit: Ich bin nach 6 Wochen im Krankenhausbett weiterhin 12 Wochen auf Krücken gelaufen. Ein 10-jähriges Gehirn reagiert auf solche Veränderungen viel plastischer als bei Erwachsenen, d.h. es lernt sehr schnell, das gebrochene Bein nicht nur zu schützen, sondern auch als „Krücke“ zu identifizieren, als ein gerades, in Gips eingewickeltes Etwas, worauf man sich vorsichtig zu stützen hat während das gesunde Bein einen voran treibt.

Das alles führte zu einer krummen, rollenden und wackelnden Gangart, und weil keine Alternativen gelernt oder trainiert wurden (weder von Physiotherapeuten angeordnet, noch von Orthopäden), verschlimmerte sich mit der Zeit auch meine Skoliose, bis diese bei einer S- Kurve mit 7 cm Seitenverschiebung angekommen war. Da war ich 27 Jahre alt und hatte erheblichen Rückenschmerzen.

Nachdem ich über die folgenden 10 Jahren alles ausprobiert hatte – Kieser-Training, verschiedene Yoga-Arten, Physiotherapie, Krankengymnastik, Kinesiologie, Stretching, Sport, Homöopathie, Akupunktur, Chiropraktik, Osteopathie, Massage sowie eine Reihe von esoterischen Ansätzen – landete ich dann schließlich per Zufall bei der Feldenkraismethode und habe da sofort die Nachhaltigkeit und wissenschaftliche Grundlage erkannt. Die Bewegungsübungen machten körperlich total Sinn und korrespondierten auch sofort mit dem, was ich schon aus dem Jiu-Jitsu kannte. Die Erleichterung, nachdem die durch die Schonhaltung bedingten Spannungen nachgelassen hatten, war umwerfend. Meine Aufrichtung fühlte sich an, als wäre ich fest in den Boden gepflanzt, wie ein Baum, und die Bewegungsfreiheit beim Gehen und Laufen erlebte ich so stark, dass ich drei Tage hinter einander mit Lust und Laune gejoggt bin – viel zu weit, viel zu viel – mit der Folge, dass ich mein Knie zunächst 2 Wochen still halten musste.

Sechs Jahre später absolvierte ich meine Ausbildung zur Feldenkraislehrerin in Vussem (Eifel) und konnte dann erstaunt feststellen, dass meine Skoliose fast weg war. Die Schultern hingen nicht mehr schief, die Rückenschmerzen waren weg, meine Stimme hatte sich in der Zeit durch die Lockerung meines Brustkorbs positiv verändert, und das Joggen im Wald war federleicht im Vergleich zu vorher. Mein Körper fühlte sich mit 43 wesentlich jünger an als mit 25. Wie geölt, frei und stabil, kraftvoll und zugleich entspannt und das, obwohl mein linkes Bein ja eigentlich verkürzt war, oder?

Heute weiß ich, dass der traumatisch bedingte Beinlängenunterschied einen geringeren Einfluss auf die Wirbelsäule hatte, als zuerst angenommen. Vielmehr formte das mit den Krücken antrainierte Bewegungsmuster meine Wirbelsäule zu einer S-Kurve, was über viele Jahre durch die automatisierte Wiederholung schlimmer und schlimmer wurde.

Denn was uns nicht bewusst ist/gemacht wird, wird täglich weiter gemacht, bis der Leidensdruck so groß ist, dass der Körper nicht nur weh tut, sondern auch kaputt geht. Wenn uns Alternativen bewusst werden, wenn wir plötzlich spüren, dass wir „schief“ sind, nur auf einem Fuß stehen oder immer den Kopf zur Seite kippen, ab dann können wir beginnen, uns zu verändern.

Wen meine Karriere als Musikerin intressiert, schaut gerne auf diese Webseite:

www.piafridhill.de
Pia Fridhill Night Of Female Voices
Night of Female Voices, Bergheim
Hildener Jazztage
Bardentreffen, Nürnberg
Pia Fridhill Hansahaus Studios
Hansahaus Studios, Live Recording